Chronik

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Allgemeines

Da es keine schriftlichen Aufzeichnungen über die Geschichte der Burschenschaft gibt, stammen alle Informationen nur aus der mündlichen Überlieferung älterer Dorfbewohner.

So gibt es die Burschenschaft Rattendorf schon so lange man sich zurückerinnern kann, auch wurde Ihnen dies bereits von Ihren Vorfahren übermittelt.

Eine der Hauptaufgaben der Burschenschaft war es schon immer den Kirchtag abzuwickeln, deshalb wird vermutet, dass es die BS schon seit Bestehen der katholischen Kirche in Rattendorf gibt.

Der Kirchtag war schon immer ein Fest der Jugend. Früher wurde der Kirchtag im Gasthof „Zum Reiter“ abgehalten, erst in den letzten Jahrzehnten wird er auf dem Dorfplatz gefeiert. Auch wurde schon immer der traditionelle Kirchtagsbaum aufgestellt, welcher von der Nachbarschaft gespendet wurde.

Mit zum Kirchtagsgeschehen gehört auch das Böllerschießen. Da das Schießen mit herkömmlichen Böllern in der Zwischenkriegszeit zu teuer und auch zu gefährlich war, wurde 1929 ein so genannter „Donn´rer“ angekauft.

Da in der Burschenschaft das heimatliche Brauchtum in geselliger Weise an die Jugend weitergegeben wird, haben und werden sich auch noch die meisten Traditionen und Brauchtümer in der Ortschaft erhalten.

Geschichtliches zur Burschenschaftsfahne

Der besitzweichende "Oberlöffele"-Sohn Kristof Themessl, (geb. 26.1.1839) erlernte das Schneiderhandwerk und legte die Gesellenprüfung erfolgreich ab.

Nach Beendigung der Lehrzeit bekam der junge Geselle von seinem Vater "100 Gulden als Heimsachele" (Erbschaftsanspruch). Mit diesem Geld ging er dann auf Schusters Rappen auf die "Walz" um sich im Beruf besser auszubilden. So kam er nach Wien und fand bei der K&K Hofschneiderei als Geselle Arbeit, wo er dann später auch der Chef dieser Schneiderei wurde.

Da die Schneiderei in Wien expandierte, holte er seinen Neffen welcher gerade die landwirtschaftliche Ackerbauschule in Klagenfurt absolviert hatte, als Geschäftsführer nach Wien.

Der Neffe Jakob Themessl, ein Bruder vom Oberlöffele Johann Themessl, war dann als Geschäftsführer tätig und wurde vorm 1. Weltkrieg kaiserlicher Rat im Abgeordnetenhaus der Monarchie. Weiters war er auch Obmann der Kärntner Landsmannschaft in Wien.

Auf seine Initiative hin wurde das Achterjägerdenkmal 1913 unter der Stadtpfarrkirche errichtet. Jakob Themessl wurde damals Ehrenbürger der Stadt Hermagor.

Die Burschenschaftsfahne wurde 1903 der Burschenschaft Rattendorf gespendet und von Jakob Themessl feierlich übergeben.

Diese Chronik stellt vorerst nur einen kleinen Ausschnitt dar und hat keinerlei Recht auf Vollständigkeit, aber wird natürlich ständig erweitert.

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People

Monika Klein aus 9020 Klagenfurt

Danke für die Kurzgeschichte der Herren Themessl inkl. Burschenschaft und Rattendorf! Ich bin eine Urenkelin des Rates Jakob Themessl und habe zufällig heute den Ring in den Händen gehabt, den er (Jakob) aufgrund seiner Tätigkeit bei der
Kärntner Landsmannschaft bekommen hat.
So viel ich weiß, hat er auch den Kärntner Anzug gemeinsam mit Lobisser entwickelt? Ich trage mich schon länger einmal
mit dem Gedanken, einmal in das Landesmuseum Kärnten zu gehen, wo alle Unterlagen der Kärntner Landsmannschaft
aufliegen. Vielleicht könnten wir in Kontakt bleiben? - Danke

... kommentiert am 26.01.2012 um 17:46 Uhr

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